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Die Sharing Economy und das Leid der Kommerzialisierung

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Welche Bedeutung hat die Sharing Economy für die Wirtschaft von heute? Verdient ein Projekt der Sharing Economy automatisch unsere Begeisterung und Unterstützung? Haben wir alle das Gefühl, Teil einer Idee zu sein, weil wir bei Crowdfunding-Plattformen live dabei waren, als sie in die Tatumgesetzt wurde? Und wie gehen wir damit um, wenn eines dieser vielen Projekte auf einmal von der Straße des alternativen Konsums abbiegt und auf der kommerziellen Schiene weiterfährt? 

 

Ist es dann noch das, was es einmal war? „Sharing Economy“ steht für eine Ökonomie des Teilens und alternative Formen des Konsums, bei denen die Gemeinschaft im Vordergrund steht, nicht das persönliche Eigentum. In der Studie „Deutschland teilt!“ der Leuphana Universität werden drei zentrale Ausrichtungen genannt: Produkt-Dienstleistungssysteme von Unternehmen (Beispiel Carsharing), (Ver-)Kauf von Privateigentum an Privatpersonen und die gemeinschaftliche Nutzung, wie bei Mitfahrgelegenheit. Laut der Studie hat jeder zweite Deutsche bereits seine eigenen Erfahrungen mit wenigstens einer Ausprägung der Sharing Economy gemacht.

Die Farben und Formen der Sharing Economy sind so zahlreich, dass man sie kaum noch zu zählen kann. Da haben wir foodsharing.de – eine Plattform, auf der man überschüssige Lebensmittel zur Abholung anbieten kann. Couchsurfing möchte Menschen und Kulturen zusammenführen und auf Kleiderkreisel.de wird der Second Hand Trend online auf ein neues Level gehoben. Bewegungen gegen Verschwendung und für nachhaltigen Konsum. Weitergeben statt Wegzuwerfen. Genauso geht es aber auch um das Teilen von Wissen und Ideen, um gemeinsam etwas zu Erschaffen. Crowdfunding-Plattformen wie kickstarter.de bieten die Möglichkeit, eine Idee mit Hilfe vieler anderer Menschen aus der ganzen Welt in die Tat umzusetzen – wenn sie denn überzeugt. Ich selbst als Unterstützer der Geschäftsidee von morgen.

Doch was passiert, wenn aus dem schönen grünen Gedanken ein kommerzielles Unternehmen wird? Die Einführung von Gebühren bei Mitfahrgelegenheit hat bei vielen Nutzern für enorme Empörung gesorgt und sie kostenfreien Anbietern in die Arme getrieben. Das Unternehmen erklärt, dass der steigende Aufwand ohne Gebühr und ein verbindliches Buchungssystem nicht mehr zu bewältigen sei – ein Argument, das die Sharing Economy gelten lässt? Fühlen wir uns im Grunde als Säule des Ganzen und letztlich hintergangen, wenn wir plötzlich etwas dafür zahlen sollen?

Auf managerfragen.org können Sie jederzeit Top-Managern fair, öffentlich und direkt ihre ganz persönlichen Fragen stellen! Diskutieren Sie auf unserer Dialogplattform z.B.:

  • Wird das ursprüngliche Konzept der Sharing Economy untergraben, wenn ein Projekt ganz offen ein kommerzielles Ziel verfolgt? Ist es dann noch ein Element der Ökonomie des Teilens?
Arne_MF'O

Autor:

hat an der Universität Hamburg ihren Master in der Fachrichtung European Studies absolviert. Während ihres Studiums konnte sie bereits umfassende Erfahrungen in Bereich der Unternehmenskommunikation und im Journalismus sammeln. Neben ihrer Tätigkeit als PR Trainee wird sie künftig auch das Team von managerfragen.org in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

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