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Erfolgreiche Führung: So leiten Manager ihr Team richtig

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Als gute Führungskraft wird man nicht geboren – diesen Ritterschlag muss man sich erst verdienen. Denn eine Inspiration für Ihr Team zu werden, respektiert zu werden, das Vertrauen und die Loyalität Ihrer Mitarbeiter zu gewinnen, ist kein Spaziergang. Erfahren Sie heute, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht.

Mit gutem Beispiel vorangehen.

Besonders als Führungskraft stehen Sie unter ständiger Beobachtung. Doch nicht nur Ihr Vorgesetzter ist es, vor dem Sie Rechenschaft ablegen müssen. Auch Ihr Team studiert Ihr Verhalten ganz genau – sind Sie organisiert? Motiviert? Können Sie sich und Ihre Ansichten durchsetzen? Legen Sie Wert auf Fairness? Auf Teamwork? Auf Kreativität? Und lassen Sie andere Meinungen zu?

Kommunizierten Sie daher offen, was Ihnen wichtig ist, und machen Sie diese in Verbindung mit den Unternehmenswerten zum Handlungsrahmen aller Teamaktivitäten. Stellen Sie Richtlinien auf, mit denen sich jedes Teammitglied identifizieren kann – Richtlinien, die jeden Tag aufs Neue gelebt werden. Julian von Blücher, beispielsweise, CEO der Personalberatung Talent Tree GmbH, entwickelte gemeinsam mit seinen Mitarbeitern sieben Kernwerte für sein Unternehmen, die ihm und seinem Team als Kompass dienen. Denn: Durch gemeinsame Werte wachsen auch heterogene Teams zusammen, so Blücher.

Zuhören – und nachfragen.

Unterschiedliche Meinungen und Perspektiven in einem Team sind Gold wert. Hören Sie auf das, was Ihre Mitarbeiter zu sagen haben – und zwar gerade dann, wenn deren Meinungen von Ihrer abweichen. Studien haben erwiesen, dass gemischte Teams (und zwar von einem kulturellen und genderspezifischen Standpunkt aus betrachtet) gerade deshalb so erfolgreich sind, weil sie sich täglich mit kontrastierenden Meinungen auseinandersetzen.

Achten Sie überdies darauf, wie Sie mit Ihren Mitarbeitern umgehen. Ihre Teammitglieder haben brillante Ideen – doch nicht alle sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Aus diesem Grund müssen Führungskräfte einen Radar dafür entwickeln, wer extrovertiert ist, wer seine Meinung offen kundtut und wer einen kleinen Schubs braucht. Zurückhaltende Mitarbeiter äußern ihre Einfälle womöglich nur auf Nachfrage – zeigen Sie also, wie sehr Sie Ihre Meinung schätzen.

Vielleicht herrscht in Ihrem Unternehmen bereits eine „Open-Door-Policy“? Gut, denn nur, wer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter hat, kann deren Vertrauen langfristig für sich gewinnen. Zudem ist es wichtig für eine gute Führungskraft, ein Gespür für die Atmosphäre im Team zu entwickeln. Gibt es Spannungen oder Streitigkeiten in die Sie eingreifen müssen? Fördern Sie einen regen Austausch, indem Sie zuhören – und bei Bedarf nachfragen.

 

Transparent kommunizieren.

Gute Führungskräfte formulieren ihre Erwartungen so, dass kein Raum für Interpretation oder Missverständnisse bleibt. Sie kommunizieren konkret, direkt, transparent. Reden Sie nicht lange um den heißen Brei herum, wenn Sie wollen, dass etwas gemacht wird und bleiben Sie konsequent. Widerstehen Sie also der Versuchung, Ihre Forderungen regelmäßig um weitere Aufgaben zu ergänzen, verschieben Sie Fristen nur, wenn es dafür einen konkreten Grund gibt. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter über die Zielsetzungen und Hintergründe ihrer Projekte im Bilde sind – ist eine Präsentation, die Sie für sich gefordert haben, auch für die Augen des Vorstandes bestimmt? Sorgen Sie für Transparenz – so ersparen Sie sich und Ihren Teammitgliedern womöglich eine böse Überraschung.

Mitarbeiter entwickeln.

Achten Sie darauf, dass Ihr persönliches Erfolgsstreben Ihnen keine Scheuklappen aufsetzt. Zu Ihrem Erfolg als Führungskraft gehört schließlich ein hochqualifiziertes, leistungsbereites Team, dessen Expertisen auf dem neusten Stand sind. Kümmern Sie sich also um die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter. Durch regelmäßige Feedbackgespräche wissen Sie, wo die individuellen Stärken und Schwächen Ihrer Teammitglieder liegen, wer Leidenschaft für welches Thema aufbringt. Womöglich möchte Stefan aus dem Marketing sich im Bereich des Digital Brand Managements weiterbilden? Wägen Sie ab, welchen Nutzen diese Expertise Ihrem Team bringt und sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter nicht auf der Stelle treten – den das schürt Unmut, Demotivation und schlägt sich in einem schlechten Arbeitsklima nieder.

Wertschätzung zeigen.

Wann haben Sie Ihren Mitarbeitern zuletzt Ihre Anerkennung ausgesprochen? Arbeitnehmer wünschen sich von Ihrem Vorgesetzten vor allem Wertschätzung. Studien ergaben, dass sie bis zu 60 Prozent effektiver arbeiten würden, wenn sie das Gefühl hätten, von ihren Chefs unterstützt zu werden. Zollen Sie also Respekt für gute Leistungen – das motiviert und sorgt letztlich für ein besseres Arbeitsklima.

 

Susanne Schloßbauer ist Content and Communication Manager bei experteer.

Ein Kommentar

  1. Hallo, Theorie und Praxis sind auch hier oft 2 grundverschiedene Seiten. In meinen atypischen Beschäftigungsverhältnissen habe ich seit 1992 nun eher das Gegenteil erleben dürfen und müssen, wenig oder keine Wertschätzung durch Führung und Leitung, man fühlte sich wirklich meist nur als geduldeter Gast auf Zeit, von Mitarbeiterentwicklung habe ich nichts erlebt, es gab so kaum Mitarbeiterbindung seitens der Firmen und deren Führung/ Leitung und ich verspürte da kaum Arbeitgeberattraktivität. So habe ich das Wort Vorgesetzte immer so geschrieben: VORgesetzte. Eine transparente Kommunikation habe ich da auch selten erlebt, eher eine Verhinderung von sachlicher Kommunikation. Konkrete Formulierungen von VORgesetzten habe ich auch nicht erleben dürfen, es war oft mehrdeutig, eher unklar, man sollte sie nicht später auf was festlegen können. Schade, dass ich das so offen und ehrlich schreiben muss. Ob mir das nur so ergangen ist und ergeht? Viele Schätze und Talente der Mitarbeiter gehen so durch das, was ich erleben musste bisher, einfach verloren, bleiben ungenutzt und schon gar nicht entdeckt oder gefördert.

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